MICROSOFT UND ANWENDER SORGEN FÜR INNOVATIONSDRUCK
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Ralf Linnemann

Neue IT-Lösungen für die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft ist das Metier der tegos GmbH aus Dortmund. Die Branchenlösungen des Mittelständlers basieren auf dem Enterprise Resource Planing (ERP)-System seines wichtigsten Technologiepartners Microsoft Dynamics NAV. Für ihn übernehmen die Dortmunder eine Art Mittlerfunktion: Sie passen die ERP-Software ihres Partners kontinuierlich an die Bedürfnisse ihrer mittelständischen Kundenunternehmen an. Auf der Basis von Microsoft entwickeln sie zudem neue Produkte, die ihre Kunden im Zuge einer zunehmenden Digitalisierung benötigen. Forschung und Entwicklung hat für das 1996 gegründete Unternehmen daher heute wie damals einen sehr hohen Stellenwert. Vor etwa zwei Jahren lagerte tegos zwei Neuentwicklungen in das Tochterunternehmen Simova GmbH aus, das zwei ihrer Mitarbeiter gründeten (siehe Interview mit dem Geschäftsführer von Simova Christian Haase). Tegos-Geschäftsführer Ralf Linnemann beschreibt die Innovationstreiber des Unternehmens und wann es für Dritte Prozesse öffnet.

HERR LINNEMANN, WARUM SIND INNOVATIONEN FÜR IHR UNTERNEHMEN SO WICHTIG?

Ralf Linnemann: Die Branchen unserer Kunden ändern sich derzeit immens – vom Entsorger und Recycler zu einem Produktions- und Separationsbetrieb beziehungsweise zum Händler von Wertstoffen. Und wir wollen, dass unsere Produkte und Lösungen die Prozesse unserer Kunden, wie auch immer sie sich entwickeln, jetzt und auch in Zukunft abbilden. Zumal in jeder Branche die Digitalisierung voranschreitet. So reden wir heute etwa von der mobilen Einsetzbarkeit unserer Lösungen und von Portalen.

FÜR WELCHE DRITTE ÖFFNEN SIE IHRE INNOVATIONSPROZESSE?

Ralf Linnemann: Für einen unserer wichtigsten Technologiepartner Microsoft: Dessen neue bzw. weiterentwickelte Produkte passen wir an die Anforderungen der Branchen an, die wir bedienen. Zum einen werden die Produktionszyklen bei Microsoft kürzer, weil der Markt- und Wettbewerbsdruck in der IT-Branche mittlerweile enorm hoch ist. Darüber hinaus puscht Microsoft die digitale Transformation über alle Produkte. Dabei steht der Gedanke „Cloud first and mobile first“ stets im Vordergrund. Gerade im Bereich Cloud sind viele Märkte im Ausland deutlich weiter und offener als etwa deutsche Kunden. Aber auch das ändert sich gerade in Deutschland. Neben Microsoft beziehen wir auch unsere Kunden in die Weiterentwicklung unserer Branchenlösungen ein, meist von Anfang an. So benötigten wir etwa für die Entwicklung von myMetals® das Know-how des Marktes – haben Kunden und Interessenten gefragt, welche Funktionen sie künftig wünschen. Darüber hinaus verfolgen wir noch einen anderen strategischen Ansatz: Wir investieren in neue Produkte, unabhängig davon, ob ein konkreter Kundenauftrag vorliegt. Langfristig profitieren unsere Kunden von diesen Neuentwicklungen.

WELCHE VORTEILE HAT DIE ANBINDUNG AN MICROSOFT?

Ralf Linnemann: Viele Vorleistungen und Strategien werden bereits durch den Hersteller Microsoft vorgegeben. So können wir uns voll und ganz auf unsere Branche konzentrieren.

WIE WÜRDEN SIE IHRE OPEN-INNOVATION-PROZESSE KLASSIFIZIEREN?

Ralf Linnemann: Die Einbeziehung der Kunden und die Partnerschaft mit Microsoft sind so genannte Outside-In Prozesse, bei denen wir externes Wissen in unsere Innovationsprozesse integrieren. Auf der anderen Seite schaffen wir mit unserem Wissen und unserem Markt Know-how-Lösungen für unsere Kunden national wie international. Diese Externalisierung von internem Wissen sind Inside-Out-Prozesse. Dazu gehört auch die Ausgründung der Simova GmbH.

WAS SIND DABEI DIE GRÖSSTEN HÜRDEN UND HERAUSFORDERUNGEN?

Ralf Linnemann: Eine große Herausforderung besteht darin, den FuE-Mitarbeitern kompletten Freiraum für die Entwicklung von Innovationen geben zu können und sie nicht ins operative Geschäft einzubinden. Unsere Mitarbeiter können dann zwar nicht in aktuellen Kundenprojekten eingesetzt werden, langfristig profitieren wir jedoch von den neu entwickelten Ideen und Produkten. Zudem müssen wir unsere Mitarbeiter intensiv fortbilden, um sie auf technische Neuerungen wie auch Änderungen des Marktes vorzubereiten. Jedes Jahr bieten wir über 250 Tage Training für unsere Mitarbeiter an.

MICROSOFT UND ANWENDER

SORGEN FÜR INNOVATIONSDRUCK

Ralf Linnemann

Neue IT-Lösungen für die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft ist das Metier der tegos GmbH aus Dortmund. Die Branchenlösungen des Mittelständlers basieren auf dem Enterprise Resource Planing (ERP)-System seines wichtigsten Technologiepartners Microsoft Dynamics NAV. Für ihn übernehmen die Dortmunder eine Art Mittlerfunktion: Sie passen die ERP-Software ihres Partners kontinuierlich an die Bedürfnisse ihrer mittelständischen Kundenunternehmen an. Auf der Basis von Microsoft entwickeln sie zudem neue Produkte, die ihre Kunden im Zuge einer zunehmenden Digitalisierung benötigen. Forschung und Entwicklung hat für das 1996 gegründete Unternehmen daher heute wie damals einen sehr hohen Stellenwert. Vor etwa zwei Jahren lagerte tegos zwei Neuentwicklungen in das Tochterunternehmen Simova GmbH aus, das zwei ihrer Mitarbeiter gründeten (siehe Interview mit dem Geschäftsführer von Simova Christian Haase). Tegos-Geschäftsführer Ralf Linnemann beschreibt die Innovationstreiber des Unternehmens und wann es für Dritte Prozesse öffnet.

Herr Linnemann, warum sind Innovationen für Ihr Unternehmen so wichtig?

Ralf Linnemann: Die Branchen unserer Kunden ändern sich derzeit immens – vom Entsorger und Recycler zu einem Produktions- und Separationsbetrieb beziehungsweise zum Händler von Wertstoffen. Und wir wollen, dass unsere Produkte und Lösungen die Prozesse unserer Kunden, wie auch immer sie sich entwickeln, jetzt und auch in Zukunft abbilden. Zumal in jeder Branche die Digitalisierung voranschreitet. So reden wir heute etwa von der mobilen Einsetzbarkeit unserer Lösungen und von Portalen.

Für welche Dritte öffnen Sie Ihre Innovationsprozesse?

Ralf Linnemann: Für einen unserer wichtigsten Technologiepartner Microsoft: Dessen neue bzw. weiterentwickelte Produkte passen wir an die Anforderungen der Branchen an, die wir bedienen. Zum einen werden die Produktionszyklen bei Microsoft kürzer, weil der Markt- und Wettbewerbsdruck in der IT-Branche mittlerweile enorm hoch ist. Darüber hinaus puscht Microsoft die digitale Transformation über alle Produkte. Dabei steht der Gedanke „Cloud first and mobile first“ stets im Vordergrund. Gerade im Bereich Cloud sind viele Märkte im Ausland deutlich weiter und offener als etwa deutsche Kunden. Aber auch das ändert sich gerade in Deutschland. Neben Microsoft beziehen wir auch unsere Kunden in die Weiterentwicklung unserer Branchenlösungen ein, meist von Anfang an. So benötigten wir etwa für die Entwicklung von myMetals® das Know-how des Marktes – haben Kunden und Interessenten gefragt, welche Funktionen sie künftig wünschen. Darüber hinaus verfolgen wir noch einen anderen strategischen Ansatz: Wir investieren in neue Produkte, unabhängig davon, ob ein konkreter Kundenauftrag vorliegt. Langfristig profitieren unsere Kunden von diesen Neuentwicklungen.

Welche Vorteile hat die Anbindung an Microsoft?

Ralf Linnemann: Viele Vorleistungen und Strategien werden bereits durch den Hersteller Microsoft vorgegeben. So können wir uns voll und ganz auf unsere Branche konzentrieren.

Wie würden Sie ihre Open-Innovation-Prozesse klassifizieren?

Ralf Linnemann: Die Einbeziehung der Kunden und die Partnerschaft mit Microsoft sind so genannte Outside-In Prozesse, bei denen wir externes Wissen in unsere Innovationsprozesse integrieren. Auf der anderen Seite schaffen wir mit unserem Wissen und unserem Markt Know-how-Lösungen für unsere Kunden national wie international. Diese Externalisierung von internem Wissen sind Inside-Out-Prozesse. Dazu gehört auch die Ausgründung der Simova GmbH.

Was sind dabei die größten Hürden und Herausforderungen?

Ralf Linnemann: Eine große Herausforderung besteht darin, den FuE-Mitarbeitern kompletten Freiraum für die Entwicklung von Innovationen geben zu können und sie nicht ins operative Geschäft einzubinden. Unsere Mitarbeiter können dann zwar nicht in aktuellen Kundenprojekten eingesetzt werden, langfristig profitieren wir jedoch von den neu entwickelten Ideen und Produkten. Zudem müssen wir unsere Mitarbeiter intensiv fortbilden, um sie auf technische Neuerungen wie auch Änderungen des Marktes vorzubereiten. Jedes Jahr bieten wir über 250 Tage Training für unsere Mitarbeiter an.

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